Die Presse über die Fabrik K14

 

Reihe in Oberhausen erinnert an die Oktoberrevolution

Barbara Hoynacki  WAZ 29.09.2017

OBERHAUSEN.   Die Oktoberrevolution hat auch in Oberhausen ihre Spuren hinterlassen. Im Rahmen einer Reihe zeigt Ralf Hoffmann seltene Plakate aus dieser Zeit.

Hundert Jahre Oktoberrevolution: Eine Veranstaltungsreihe in Oberhausen erinnert an die Machtübernahme durch Lenins Kommunisten ab dem 25. Oktober 1917 (dem 7. November nach dem westlichen, gregorianischen Kalender) in Russland. Was das mit unserer Stadt zu tun hat? Jede Menge.

 

Da wäre Ralf Hoffmann, der einen Schatz in Händen hält, den er zur Eröffnung der Reihe am Samstag, 30. September, 19 Uhr, im K14 (Lothringer Str. 64) erstmals öffentlich zeigen wird: 20 Blätter aus der bekannten Mappe „Plakate der russischen Revolution 1917 – 1929“ werden in einer wohl einmaligen Ausstellung zu sehen sein.

 

Es handelt sich dabei um sehr seltene Faksimiles der Originalplakate. Die Blätter waren 1966 im Auftrag eines kleinen Verlages in West-Berlin erstellt worden. „Sie wurden in Italien auf dem Originalpapier und in den Originalfarben gedruckt“, erzählt Sammler Ralf Hoffmann.

Bilder spiegeln explosive Intensität

Nur 3000 Exemplare seien damals auf den Markt gekommen. Als Hoffmann eine kleine Auswahl zufällig im Handel entdeckte, griff er sofort zu. „Diese Bilder spiegeln die explosive Intensität wider, in der sich die russische Gesellschaft damals befand“, sagt der Sammler.

Zudem legte der Stil dieser Plakate den Grundstein für die neue Kunstauffassung des „Suprematismus“. Dabei handelte es sich um eine kurz vor der Revolution in Russland entstandene Kunst, die den Vorrang des Gefühls vor der gegenständlichen Abbildung ausrief und so bis zum Beginn der 1930er Jahre den Weg für die abstrakte Malerei ebnete.

Persönliche Einblicke in die Zeit der Oktoberrevolution gibt Buchautor Rainer Stöcker bei der Abschlussveranstaltung am Samstag, 25. November, 19 Uhr, im Linken Zentrum (Elsässer Str. 19). Stöcker erzählt die Geschichte seines Großvaters Emil Stöcker, der 1914 als Soldat eingezogen worden war und 1915 im ostpreußischen Masuren in russische Kriegsgefangenschaft geriet.

Rückkehrer wurden fast wie Feinde behandelt

Befreit wurde er schließlich durch die Oktoberrevolution, deren Soldaten die Kriegsgefangenenlager auflösten und die Gefangenen nach Hause schickten. „Mein Großvater versuchte, mit dem Zug zurück nach Deutschland zu kommen“, erinnert sich Rainer Stöcker. Der Schaffner zeigte Verständnis und fragte erst gar nicht nach einer Fahrkarte.

Doch endlich daheim angekommen, seien die Rückkehrer fast wie Feinde behandelt worden. „Man hatte Angst, sie wären nun mit dem roten Bazillus angesteckt worden.“

Und so wurde Emil Stöcker von den deutschen Militaristen kurzerhand an die Westfront geschickt. „Mein Großvater hatte im Gegensatz zu vielen anderen Glück – er überlebte und kehrte in seine Heimatstadt Hagen zurück.“

Zwischen diesen beiden Terminen platzieren die Veranstalter eine Reihe von Vorträgen und Diskussionen, die ein anderes Licht auf die Oktoberrevolution werfen sollen – ohne die damit verbundenen Greueltaten zu verschweigen.

>>> BRECHTS GEDICHTE BEGLEITEN DIE REIHE

Am Dienstag, 10. Oktober, 19 Uhr, geht es im K14 (Lothringer Str. 64) um das nationale Selbstbestimmungsrecht zwischen Lenin und Wilson mit Martin Massip.

Am Dienstag, 17. Oktober, 19 Uhr, steht im K14 ein Vortrag mit Anton Dannat zu Lenins Aprilthesen auf dem Programm. Am Donnerstag, 19. Oktober, 19 Uhr, referiert der Bochumer Historiker und Publizist Dr. Christoph Jünke ebenfalls im K14 über den Verlauf der russischen Revolution.

„Lenin, Majakowski und ich – 100 Jahre Oktober“ lautet der Titel der Veranstaltung am Donnerstag, 26. Oktober, 19 Uhr, im Linken Zentrum. Erich Schaffner spricht und singt: Briefe, Szenen, Lieder, Gedichte, Prosa. Am Klavier wird er von Georg Klemp (Club Voltaire) begleitet.

Dr. Manuel Kellner, Mitglied der Partei Die Linke sowie der IG Metall, widmet sich in seinem Vortrag am Donnerstag, 2. November, 19 Uhr, im K14 der Frage: „Oktober 1917 – was bleibt?“ Und Historiker Raimund Ernst stellt am Sonntag, 12. November, 11 Uhr, im Linken Zentrum die These auf: „1917: Die Überwindung der drei großen historischen Diskriminierungen öffnete den Weg zu demokratischem und sozialem Fortschritt.“

„Roter Punk“ von den Bands The Grabowskis und Manege frei steht am Freitag, 17. November, 21 Uhr, im Druckluft (Am Förderturm 27) auf dem Programm.

Bei jeder Veranstaltung: Tafeln mit Gedichten von Bertolt Brecht, ausgewählt vom Oberhausener Historiker Klaus Oberschewen.

 

Fabrik K 14 wirbt in Oberhausen „Für ein Miteinander"

Michael Bresgott
WAZ 03.05.2017 - 21:05 Uhr

Oberhausen.   Das Team der Fabrik K 14 konnte sich auch beim zweiten Teil der Reihe „Für ein Miteinander“ über rege Resonanz freuen.

Was die Veranstaltungsreihe „Für ein Miteinander“ zu leisten vermag, war jetzt in der Fabrik K 14 an der Lothringer Straße zu sehen: Flüchtlinge kamen mit Oberhausenern ins Gespräch, stellten im persönlichen Kontakt Fragen zu ihrem Lebensalltag in der Stadt, zum Beispiel zu Beruf und Praktika – und alle zusammen hörten sich in der Fabrik K 14 das Konzert der Oberhausener Gruppe „Omas Brot“ an.

Beteiligt an „Für ein Miteinander“ ist die Welcome-Dinner-Gruppe, die Flüchtlinge nach Hause einlädt, um sich beim gemeinsamen Essen kennenzulernen und miteinander zu reden. Ende März gab es im Zuge der Veranstaltungsreihe bereits eine Podiumsdiskussion mit Politikern aus Oberhausen zu den Themenschwerpunkten Flucht und Asyl. Jetzt folgte der zweite Teil mit dem Auftritt von „Omas Brot“.

Die Songs und Liedtexte der Gruppe passen hervorragend in das Miteinander-Projekt. In den Liedern der Gruppe geht es um das friedliche Zusammenleben der Menschen, um die Kritik an Machtpolitik und wirtschaftlicher Ausbeutung. Der Saal im K 14 war voll besetzt. Auch ein Lied zur Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ wurde dargeboten – die Geschwister Hans und Sophie Scholl leisteten als Studenten Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur und bezahlten dafür mit ihrem Leben: „Die Tränen der Eltern sind nicht umsonst gewesen, weil die Weiße Rose auch heute noch scheint“, sang „Omas Brot“.

Viel Applaus fürs Konzert

Viel Applaus belohnte das Konzert der vierköpfigen Formation. In der Pause ging es an das reichliche Büffet mit internationalen Speisen.

Am Mittwoch, 24. Mai, um 19.30 Uhr endet nun die Veranstaltungsreihe, die vom Bundesfamilienministerium gefördert wird, in der Fabrik K 14. Dann ist eine Theater-Collage „Zuvielcourage“ zu sehen, präsentiert von Karin Kettling und Jürgen Albrecht. Angekündigt ist ein bühnenreifer Crashkurs in politischer Einmischung.

Hilfesuchende unterstützen

Die Zuschauer und Zuhörer erhalten das nötige „Mundwerkszeug“, um sich in allen Diskussionssituationen elegant und eindeutig für Menschenwürde und Menschenrechte einzusetzen. Und auch bei dieser Gelegenheit gibt es wieder Imbiss und Umtrunk, begleitend zum Programm, für Besucher, Beteiligte und Mitwirkende.

Das Team der Fabrik K 14 möchte mit der Veranstaltungsreihe auf das Schicksal der Flüchtlinge aufmerksam machen und insofern auch die lange Tradition fortsetzen, hilfesuchende Menschen in Oberhausen zu unterstützen.

 

WAZ, 20.01.2015
Benefiz-Abend hilft Tschernobyl-Kindern

Lecker essen, ein abwechselungsreiches Kulturprogramm genießen und gleichzeitig eine gute Sache unterstützen: Die Idee, mit einem Benefiz-Abend im soziokulturellen Zentrum Fabrik K14 für die die Tschernobylhilfe zu sammeln, war bereits kurz nachdem sie veröffentlicht war, ein Erfolg. „Alle 100 Karten sind weg“, verkündete K 14-Mitarbeiter Heinz Wagner am Tag nach der Ankündigung.

Nun war es endlich so weit: Aus allen Nähten platzte das K 14, alle Sitz- und Stehplätze waren belegt. Das Abendprogramm strotzte nur so vor vielfältiger Ausgelassenheit. Ein Berufsschullehrer spielte den Pantomimen mit weiß bemaltem Gesicht. Zu einem großen „O“ formte er seine Lippen und ließ die Augenbrauen auf und ab zucken, um seine Bewunderung für den Chor der liberalen, jüdischen Gemeinde auszudrücken. Die Frauen in rot-seidenen Blusen und Männer in schnittigen Smoking-Anzügen sangen wunderschöne russische und jüdische Volkslieder. 51 Musiker, Schauspieler und Entertainer sorgten dafür, dass sich das Publikum bei der „Patchwork-Veranstaltung“, wie Heinz Wagner den Abend nannte, amüsierte.

Bevor die traditionell-russische Mahlzeit, zubereitet vom Profikoch Stefan Opgen-Rhein, aufgetischt wurde, versteigerte Ebert-Bademeister Hajo Sommers Gemälde und Skizzen lokaler Künstler im Wert von über 2400 Euro. Weitere „Stiftungen“, beispielsweise von Blumen Suthoff, dem Friseur Il Capello, den Fußballvereinen Schalke 04 und BVB sowie vielen anderen Helfern zur Verfügung gestellt, kamen unter den Hammer. „Wir in Oberhausen sind zwar arm, aber unendlich reich an Initiativen der Hilfsbereitschaft. Arm, aber eben herzlich“, meinte Heinz Wagner. Gefeiert wurde bis nach Mitternacht, auch auf dem Hof bei heißem Glühwein.

„Das Publikum war zufrieden, es hat sich gelohnt. Wir haben 7500 Euro eingenommen“, freut sich K 14 „Chefin“ Evi Brieden.

Das Unglück im Kernkraftwerk Tschernobyl geschah am 26. April 1986. Wie stark die ortsansässigen Menschen noch heute den radioaktiven Strahlungen ausgesetzt sind, vergessen viele. Der Evangelische Kirchenkreis engagiert sich für sie und bietet jedes Jahr 50 Kindern, von Ärzten ausgewählt, eine Erholungskur im holländischen Küstenort Scharendijke an. Die jodhaltige Meeresluft stärkt ihr Immunsystem.

Berina Musanovic

WAZ, 16.01.2015

Film „JazzSoup“ holt „The Dorf“ ins K14

Den Film JazzSoup zeigt das K14 am Samstag, 24. Januar, in Zusammenarbeit mit dem Lichtburg-Filmpalast um 19 Uhr. Im Anschluss daran spielt das Jan Bierther Trio.

Es geht um „The Dorf“, bestehend aus 35 Musikern, die hauptsächlich die Jazz-Szene des Ruhrgebiets vertreten. „The Dorf“ war 2014 während der Extraschicht zu Gast in Eisenheim. Es handelt sich nicht um eine typische Bigband oder ein typisches Orchester. Vielmehr ist „The Dorf“ ein lebender Organismus, der ständig in neue Richtungen mutiert. In dem Film werden die Zusammenarbeit der Musiker und die Konzerte dokumentiert.

Seit 2006 trifft sich „The Dorf“ einmal pro Monat im Domicil Jazz Club und spielt kollektiv. Eine einzigartige Mischung von Stilen kreiert eine besondere Atmosphäre und einen Raum, in dem alle Zutaten und Ideen gleichberechtigt im Vordergrund stehen. Dirigent ist Jan Klare, als Komponist und Saxofonist in verschiedenen Formationen und Musikrichtungen unterwegs.

WAZ, 06.12.2014
Benefizveranstaltung zugunsten der Tschernobylhilfe am 17.01.2015

Oberhausen.  K 14 serviert ein hochwertiges Kultur- und Schlemmerprogramm für Tschernobyl-Kinder. Starkoch Stefan Opgen-Rhein und Ebertbad-Chef Hajo Sommers sind dabei.

Hervorragend speisen, ein abwechselungsreiches und anspruchsvolles Kulturprogramm genießen, Kunstwerke ersteigern und gleichzeitig dazu beitragen, dass es Kindern besser geht: „Ein schöneres Geschenk für nur 35 Euro kann es eigentlich nicht geben“, ist Heinz Wagner überzeugt. Er will, dass die 100 Karten für die große Benefiz-Gala am 17. Januar im K 14 jetzt erworben werden, um sich und anderen eine sinnvolle und zugleich „leckere“ Weihnachtsfreude zu bereiten.

Das Menü aus guter russischer Küche, Pantomime, Jazz, Folk und Blues „serviert“ das K 14 als Benefizveranstaltung zugunsten von Kindern, die unter den Folgen der Tschernobylkatastrophe leiden. Heinz Wagner wird die Veranstaltung moderieren, deren Reinerlös für die Tschernobylhilfe des Evangelischen Kirchenkreises bestimmt ist. Sie lädt seit 25 Jahren alljährlich 50 Kinder und ein Betreuerteam aus den stark radioaktiv verseuchten Gebieten in Weißrussland in das Freizeithaus im niederländischen Scharendijke ein, damit die Kinder dort die jodhaltige Nordseeluft „tanken“, um mit gestärktem Immunsystem in ihre Heimat zurückkehren zu können.

Seeluft stärkt das Immunsystem
„Ausgesucht werden die Kinder von Ärzten und Lehrern in ihrem Heimatort, wenn sie zum Beispiel durch akute Gewichtsabnahme auffällig werden“, sagt Rosemarie Wirth-Grünwald von der Tschernobyl-Hilfe, die sich seit Jahren für die Ferien-Erholungsfreizeiten engagiert. „Die Kinder sind sieben bis 15 Jahre alt und kommen aus der Gegend um Minsk. Es gibt sehr gute Kontakte und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen uns und dem weißrussischen Kinderkomitee, wir arbeiten zusammen wie eine große Familie.“

Info
Eintrittskarten für die Benefizgala gibt es ab sofort in der Fabrik K 14, Lothringer Straße 64,  Tel.: 89 04 68, oder im Ebertbad,  205 40 24.
Die Veranstaltung beginnt am Samstag, 17.Januar, um 17 Uhr. Das Essen wird ab 20 Uhr gereicht. Eintritt: 35 Euro.
Heinz Brieden hat bereits Zusagen von prominenten Künstlern, die alle ohne Gage mitwirken werden: Dabei sind Sheevon mit irischer Folkmusik, Jan Bierther, Jazz-Gitarrist, der in der Revierszene einen hervorragenden Ruf genießt und die Band Spöring mitbringt, die Skiffle-Rocker Knoblauch-Nuss, der Pantomime Adrian alias Andreas Loos, der Pianist Stefan Treufler und die Flötistin Claudia Laß.

Eine enorme Kraftanstrengung
„Jürgen Reinke von Gitarrissimo wird eine Blues-Band organisieren und Ebertbad-Leiter Hajo Sommers wird Kunstwerke versteigern, die uns Kreative, zum Beispiel Kuro, ebenfalls für den guten Zweck zur Verfügung stellen“, sagt Wagner. Star-Koch Stefan Opgen-Rhein wird den Küchenchef mimen. „Ich finde die Arbeit der Tschernobylhilfe mehr als beachtlich. 25 Jahre lang Kindern eine dreiwöchige Sommererholung zu bieten, ist eine enorme Kraftanstrengung. Gerne koche ich auf der Benefizveranstaltung.“ Er habe spontan zugesagt, da mitzumachen, sagt Hajo Sommers. „Die Kinder, gerade die Nachgeborenen, leiden oft am schwersten unter der Atomkata­strophe.“

Menü aus Kunst und Kochkunst zum Verschenken | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/menue-aus-kunst-und-kochkunst...

 


WDR, zur Sendung Jazz twenty 5 vom 11.08.2005 mit Thomas Loewner
Der Gitarrist Jan Bierther ist seit Jahren eine konstante Größe der Essener Jazz-Szene. Als Gastgeber einer regelmäßigen Konzertreihe in der Fabrik K14 hat er maßgeblich dazu beigetragen, diesen Ort zu einem festen Anlaufpunkt für Jazzfans aus Essen und seiner weiteren Umgebung zu etablieren. Regelmäßig tritt Bierther dort mit seinen Working Bands, dem Jan Bierther Team und dem Jan Bierther Trio, auf. In seiner Rolle als Programmgestalter lädt Bierther zudem wechselnde Gäste in die Fabrik K14 ein, mit denen er und sein Trio dann gemeinsam einen musikalischen Abend bestreiten. Damit ist für ein abwechslungsreiches Programm zwischen Mainstream und World-Jazz gesorgt.
 
Jazzpodium / Hans-Jürgen von Osterhausen November 2002
Wer Lust auf Atemberaubendes, Überraschendes aus der eigenen Szene hat, sollte sich nicht scheuen, möglichst in viele der Neuerscheinungen, zumal der rheinischen Szene, reinzuhören. Die improvisierte Musik der jungen Leute ist in unaufhörlicher Bewegung und schafft immer Neues zu Tage.

…das Trio des Gitarristen Jan Bierther, dem es mehr und mehr gelingt, in einem gewissen jazzfreien Raum im westlichen Ruhrgebiet, nämlich in der Fabrik K 14 in Oberhausen, eine beachtliche Szene zu organisieren. Mit raffinierten rhythmischen Strukturen, gekonnten selbst verfassten Titeln und großem technischen Können präsentiert sich Bierther als neue Stimme unter den Gitarristen am Rhein. Damit kann er deutlich beanspruchen mehr als bisher zur Kenntnis genommen zu werden. Viel Witz steckt in den eigen Kompositionen wie „Pling ploing“, „Could not afford him“ oder „Wo ist der Deinhard?“.
 


Martin Laurentius, Jazzthing Feb/März 2006
Im Oberhausener Kulturzentrum K 14 begleitet der Essener Gitarrist Jan Bierther mit seinem Trio regelmäßig verschieden Instrumentalisten und Sängerinnen aus Nordrhein-Westfalen. Auf „Jazz In Der Fabrik“ liefert er nun einen Überblick über die Konzerte der letzten Jahre. Die Instrumentalstücke mit Gästen wie etwa dem Saxofonisten Martin Classen und dem Trompeter Matthias Bergmann sind Paradebeispiele für einen virtuos gespielten Modern Mainstream. 
 
Carina Prange, Jazzpodium März 2006 & Jazzdimensions Januar 2006
Die Reihe, die sich "Jazz in der Fabrik" nennt, läuft, jeweils monatlich, bereits im fünften Jahr erfolgreich. Die vorliegende CD, deren Titel entsprechend zwischen 2001 und 2005 aufgenommen wurden, gibt einen guten Überblick über diese Zeit – die Vielseitigkeit wie auch die Verschiedenheit jener Musiker und Bands, die in der Fabrik spielten, sind anschaulich dokumentiert. Der wesentliche, durch das Album führende rote Faden ist der Auftrittsort – ansonsten könnten die Künstler gegensätzlicher kaum sein: Klaudia Hebbelmann & Timetable gesellen sich zur Bigband Brass 'n' Beat Machine unter Leitung von Hannes Beckmann, der Oudspieler Ahmet Bektas gibt sich ein Stelldichein mit dem Trio Bravo. "Jazz in der Fabrik" ist ein spannender Einblick in das Geschehen in der Oberhausener Fabrik und ist ein würdiges Dokument des musikalischen und organisatorischen Engagements von Jan Bierther und seinen Mitstreitern.
 
Andreas Polte, Archtop Germany
Der Essener Jazzgitarrist Jan Bierther gehört zu den Künstlern, die auch aktiv an der Konzeption von Veranstaltungen arbeiten. So bietet er der Szene seit langem die Möglichkeit, als Gäste in seiner Konzertreihe in der Fabrik K 14 aufzutreten. Dort fanden sich im Laufe der Zeit sehr viele Gäste mit unterschiedlichen musikalischen Stilen ein; eine Herausforderung, der Bierthers Trio begegnen kann, wie der Sampler “Jazz in der Fabrik” verdeutlicht. Bierther zeigt in seinem Gitarrenspiel die nötige stilistische Flexibilität und Sicherheit, die von “Hendrix “ über “Sco” zu “Wes” reicht. Anspieltip für Archtopper: Summertime und Bob be.